Das Leben ist eine Baustelle

Wann war der Film ein Renner, wie „Lola rennt“? Das Leben als Großstadt-Erleben, das Anderen viel zu anstrengend und hektisch wäre, wie Berlin, aber es ist was los, es fällt was ab, die Hoffnung, auch was zu erwischen … Großstadt.

Es wird immer dichter … auch in unserem hinteren Garten.

das ist die Planung: denisstrasse-lichthoefe

Die Einen brauchen einen Garten zum Graben, säen und ernten, die anderen einen zum Ausstrecken, die Seele baumeln lassen, und manchen können sich dabei ergänzen …

Wie ein Projekt entstehen könnte, in dem Platz für mehr Leute ist, die sich ergänzen, vielleicht sogar eine alte Bauern-Wirtschaft wieder in Gang setzen, ein Gästehaus an einer alten Straße …

Eine wirkliche Utopie geht an die grundlegenden Absprachen, Bräuche, Konventionen und Regeln: Warum tragen wir unser Geld immer zu den Reichsten, die es zur Zerstörung der Welt verbrauchen?

Den Begriff Zukunftswerkstatt prägte Robert Jungk schon in den 1960ern als Vorschlag:

Zukunftswerkstätten sind seit den 1980er Jahren gemeinschaftliche Projekte und Prozesse, die von Moderierenden angeleitet werden, damit alle Beteiligten zu Wort kommen können und die drei Schritte ausgewogen durchlaufen werden:

Der Elefant im Raum

Es wird zuerst darum gehen, die Hindernisse zu erkennen, die Ängste anzusprechen, den „Elefant im Raum“: Was alle spüren, aber nicht wagen, zu benennen, weil der Bote hierzulande für die Wahrheit zumindest gefürchtet, wenn auch nicht mehr getötet wird?

Angst ist wie Ärger und Wut eine große Kraft, und bindet enorm Energie, wenn sie nicht frei gelassen werden darf, weil alle zittern: Corona, schon wieder, wir haben doch noch Krieg?

Und nun trotz alle dem gemütliche Sommertage mit gutem Abstand …

Ba.5 ist leider sehr leicht, auch im Sommer bei Sonne etc. übertragbar, kommt zuerst wie eine kleine Sommergrippe mit Fieber, aber die Folgen sind, wie immer bei Coraona, Angriffe auf deine schwächsten Punkte …

Gute Ostertage allerseits!

Noch wissen wir nicht, wie es weiter geht: Einzeltermine bitte telefonisch vereinbaren oder per mail, ab dem Dienstag nach Ostern sind wir alle wieder erreichbar, aber Termine im Büro nur nach Vereinbarung und mit Maske!

Da nun etliche eine Wohnung bekommen haben, ist der Austausch zu Hausrat für manche erst mal im Vordergrund, aber die MBQ-Stellen arbeiten weiter: muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/Arbeitsmarktpolitik

Zum Beispiel im Tierpark:

  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Anderwerk/Stefanie Howell

Erfahren Sie den Münchner Tierpark entspannt mit unserem Elektromobil

Der Elektromobil-Verleih richtet sich an Besucherinnen und Besucher des Tierparks, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Die städtische Dienstleistung ist kostenfrei und steht seit Wiedereröffnung des Tierparks am 8. März wieder zur Verfügung.

Eine Arbeitsgelegenheit

wie muenchen-jobcenter.de/buerger/foerderung

Während der Arbeitsgelegenheit erhalten Beschäftigte folgende Leistungen:

  • Arbeitslosengeld II (wie bei Arbeitslosigkeit)
  • Aufwandspauschale (2 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde, das macht bei 30 Stunde/ Woche rund 240 Euro/ Monat)

muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/Arbeitsmarktpolitik/Langzeitarbeitslosigkeit/Soziale-Betriebe

muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/Arbeitsmarktpolitik/Aktuelles/Corona_MBQ

wöchentlich 20 FFP2-Masken?

Das Jobcenter muss nach erfolgreichem Eilantrag zusätzlich zum Regelsatz entweder als Sachleistung wöchentlich 20 FFP2-Masken verschicken oder als Geldleistung hierfür monatlich weitere 129,- € zahlen.

https://sozialgericht-karlsruhe.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Presse/Jobcenter+muss+nach+erfolgreichem+Eilantrag+zusaetzlich+zum+Regelsatz+entweder+als+Sachleistung+woechentlich+20+FFP2-Masken+verschicken+oder+als+Geldleistung+hierfuer+monatlich+weitere+129_-+_+zahlen_/?LISTPAGE=8971698

Datum: 12.02.2021

Kurzbeschreibung:    

Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat die 12. Kammer des Sozialgerichts Karlsruhe dem Eilantrag eines Arbeitsuchenden auf Gewährung eines im Epidemie-bedingten Einzelfall unabweisbaren Hygienebedarfs an FFP2-Masken bis zum Sommeranfang am 21.06.2021 stattgegeben.


Die Kammer meint, ein besonderer Mehrbedarf an wöchentlich 20 FFP2-Masken sei glaubhaft gemacht. Ohne Mund-Nasen-Bedeckungen dieses Standards seien Empfänger:innen von Grundsicherungsleistungen in ihrem Grundrecht auf sozialen Teilhabe in unverhältnismäßiger Weise beschränkt. Nach drei Monaten Lockdown müssten Arbeitsuchende wieder am Gemeinschaftsleben in einer dem sozialen Existenzminimum entsprechenden Art und Weise teilnehmen können.


Auf Alltagsmasken oder OP-Masken müssten sie sich nicht verweisen lassen. Diese seien für den Infektionsschutz vor SARS-Cov-2-haltigen Aerosolen in der Straßenbahn, im Supermarkt, im Treppenhaus, im Wartezimmer, in der Leichenhalle, etc. – auch angesichts der Virusvarianten – nicht gut genug geeignet.

Wer bei der Verrichtung alltäglicher Erledigungen trotzdem lediglich eine OP-Maske gebrauche und einen Mitmenschen mit dem lebensgefährlichen Virus anstecke, schädige eine andere Person an der Gesundheit und verstoße gegen das gesetzliche Verbot gefährlicher Körperverletzungen. Dieses verbotswidrige Verhalten sei auch nicht allein deswegen außerhalb von Krankenhäusern oder Pflegeheimen erlaubt, weil die CoronaVO FFP2-Masken lediglich dort vorschreibe und andernorts OP-Masken genügen lasse. (weiterlesen: Link oben)

Nach der online verfügbaren Statistik der Bundesagentur für Arbeit gab es bundesweit im Januar 2021 insgesamt 5.351.000 Empfänger:innen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
(SGB II).

Diese Entscheidung kostet, falls jeder in der Statistik die Masken benötigt 690.279.000 Euro. Kann das dazu führen, die Pflicht für FFP2-Masken überdacht wird? Oder gibt es eine Anhörungsrüge oder sonstiges, auch wenn die Entscheidung nach der PM rechtskräftig ist?

Bewusstseinsbildung

https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/12/fritz-letsch-auf-dem-weg-zu-einem.html

Bewusstsein ist im Sinne der Befreienden Pädagogik das breitere Wissen um die Felder des Wissens, nicht eine Anhäufung in Schubladen, sondern ein Denken in gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Bewusstsein wird in der Psychoanalyse auch im Gegensatz zu Unbewusst, zu Unterbewusst und zur Verdrängung gedacht.

Meister Eckhart (*zwischen 1250 & 1270 bis 1327) übersetzt von Gustav Landauer (ermordet 2. Mai 1919 am Ende der Rätezeit in München, wo er KulturBeauftragter war):

Von stetiger Freude

 "Die Seele hat etwas in sich, ein Fünklein der Vernünftigkeit, das nimmer erlischt,
 und in dies Fünklein versetzt man das Bild der Seele als in das oberste Teil des Bewusstseins;
 und es ist auch Erkennen in unsern Seelen, das äußern Dingen nachgeht,
 nämlich das sinnliche und Verstandeserkennen, 
 das in Gleichnissen und in der Sprache vor sich geht, das verbirgt uns dies. 
 

Meister Eckhart, insel TB S.41

die neueste Ausgabe des Münchner Selbsthilfejournals ein•blick per Internetlink:

Der ein•blick erscheint 4x im Jahr und enthält aktuelle Informationen rund um das Thema Selbsthilfe und Bürgerschaftliches Engagement in München.

Wenn Sie die Internet-Ausgabe regelmäßig per E-Mail erhalten möchten, so antworten Sie einfach auf diese E-Mail oder abonnieren Sie den ein•blick über folgenden Link:
http://www.shz-muenchen.de/materialien/einblick-muenchner-selbsthilfejournal/einblick-abonnieren/

ARMUTSHEARING – online Fr 16.10.2020 Rechte statt Reste!

ARMUTSHEARING – online am Freitag, 16.10.2020

Die Berechnung des Existenzminimums in Deutschland wird von Sozial- und Menschenrechtsexpert*innen seit langem kritisiert. Ihre gravierenden Mängel wurden in der Coronakrise besonders sichtbar. In diesem Herbst werden Bundesrat und Bundestag ein neues Existenzminimum festlegen. Die Bundesregierung muss ihre Armutspolitik zudem in Kürze gegenüber den Vereinten Nationen unter Menschenrechtsaspekten rechtfertigen.

Vor diesem Hintergrund veranstalten wir das Hearing „Armut in Deutschland als Menschenrechtsfrage“ mit Expert*innen und Betroffenen. Es findet am 16.10., von 13:30-16:30 Uhr statt – einen Tag vor dem „Welttag zur Beseitigung der Armut“. Interessierte aus Kirchen, Gewerkschaften, Erwerbsloseninitiativen, Sozialverbänden, Betrieben und anderen Bereichen sind herzlich eingeladen.

ANMELDUNG
Die Teilnahme an der Online-Tagung ist kostenlos und wird mit den meisten PCs, Laptops oder Smartphones problemlos möglich sein.

Wir bitten um formlose Anmeldung per Mail an kda.muenchen@kda-bayern.de.

Die Einwahldaten werden zusammen mit technischen Hinweisen einige Tage vor der Veranstaltung zugemailt. Die Veranstaltung wird voraussichtlich auf der Plattform Webex stattfinden.

Poster_Armutshearing-16.10.20_Rechte-statt-Reste

Wie geht es weiter? Erst mal ohne direkten Kontakt …

… denn der Termin für Wieder-Öffnung ist noch unklar. Die Allermeisten haben sich an die Telefon-Coachings gewöhnt und ihre Situation gut stabilisiert, bei manchen ist es allerdings auch noch turbulent …

Viele von euch haben die Einladung zum Test eines Coaching-Tools bekommen, und wenn ihr die Möglichkeit habt, ins Netz zu kommen, nutzt es bitte, das kann auch in den Zeiten, wenn wir schrittweise öffnen können, zur Koordination helfen, und auch, wenn ihr mal krank und verhindert seid:

stockholm syndrom gesichter
stockholm syndrom gesichter

Eine Öffnung kann nach der offiziellen Aufhebung der Ausgangs-Beschränkung, die ab 11. Mai möglich sein könnte, schrittweise für Einzelne, vielleicht auch tageweise eingeteilt, stattfinden, dafür brauchen wir euren Bedarf, zB für Sowon.

Alle Verlängerungen der Hartz4-Anträge laufen grade unkompliziert auch per Telefon mit euren Ansprechpartner*innen im Jobcenter, die fälligen Zuleitungen dürften ab nächster Woche noch ohne direkten Kontakt erfolgen.

Die Schwarz-Weißen Bilder sind von unserem Kollegen mit dem Künstler-Namen stockholm syndrom, und demnächst hoffentlich mit eigenem Blog hier nebenan … und der Name muss in Zukunft ins Bild, an den Rand …

stockholm syndrom spitzer stift
stockholm syndrom spitzer stift

 … und nun guten Start in den Mai, genießt die Weißen Fahnen am Rathaus und manchen städtischen und öffentlichen Gebäuden bis zum 8. Mai,

 

Feiertag erst in Berlin, wenn du für mehr änder bist: http://chng.it/KNyyVJ2gVD

Zum Glück geht’s dem Sommer entgegen

Filmvorführung mit Diskussion – in 10 Tagen:

Je veux du soleil / Ich will Sonne
Ein Film von Gilles Perret und François Ruffin (Doku | Regie: F. Ruffin/G. Peret | FR 2019 | 76 Min. | OmU)

Donnerstag, 27. Februar 2020,19 Uhr, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München (U4/U5 Theresienwiese)

Jede*r hat von der Gelbwesten-Bewegung in Frankreich gehört. Hier kommt ein Film, der dieser Bewegung Gesichter gibt. Es werden Menschen gezeigt, die ihre Not, ihre Motivation und ihre Sehnsüchte erzählen.

Es ist ein Roadmovie, das einen sehr untypischen Abgeordneten (François Ruffin) auf seinem Weg zu den Gelbwesten auf den Verkehrskreiseln begleitet, im Dezember 2018 gedreht.

Gezeigt wird das „Frankreich der kleinen Leute“, derjenigen, die nur ihre Arbeitskraft besitzen, die nicht mehr mitmachen wollen und sich aufzulehnen beginnen: Erwerbslose, Lohnabhängige, prekär Beschäftigte, Saisonarbeiter, Kleinunternehmer oder Handwerker mit geringen Einkommen.

Auch viele Rentner und Rentnerinnen haben eine gelbe Weste angezogen.

Es ist jedoch keine Opfermentalität, die sie antreibt, sondern Wut, Verzweiflung und Abscheu gegenüber der systematischen Täuschung und Demütigung durch eine sozial völlig ignorante Politik, aber auch neu entdecktes Selbstbewusstsein und wachsender Spott gegenüber Regierung, Superreichen und den ihnen ergebenen Medien.

Ein Film voller Empathie, er rührt das Publikum zu Tränen und zum Lachen. Er zeigt ein unverzerrtes Bild der Menschen, das in den Mainstream-Medien kaum vorkommt.

Auch heute ist die Bewegung noch immer aktiv, sie ist jetzt Teil der sozialen Proteste, die viele Franzosen gegen die Rentenreform der Regierung auf die Straßen treibt.

Über die aktuelle Situation in Frankreich werden wir nach dem Film informieren und mit Vertreter*innen von La France Insoumise diskutieren.

Eintritt frei, Spenden willkommen. Attac München www.attac-muenchen.org

Dieser Termin im Internet: https://www.einewelthaus.de/events/je-veux-du-soleil-auch-ich-will-sonne/

Aus der Zeit der 1968er

gab es schon lange ein wunderbares Buch: „Zum Glück geht’s dem Sommer entgegen„, das die Stimmungen der Zeit in Frankreich sehr gut fest gehalten hat: Bei den „Fridays for Future“ kannst du heute ähnliches auch bei uns erleben:

Christiane Rochefort Zum Glück gehts dem Sommer entgegen – Roman. Aus dem Französischen von Eugen Helmlé

Zum Glück gehts dem Sommer entgegen Christiane Rochefort erzählt vom Auszug der Kinder aus der Welt der Erwachsenen.
Ohne Absprache und ohne erkennbaren Anlaß verlassen einzelne oder kleine Gruppen Elternhäuser und Schulen.
Sie gehen ohne Gepäck und Wegzehrung, Kinder eines heutigen Loth, ohne Blick zurück auf Sodom und Gomorrha.
Im Gefühl, ihr Leben retten zu müssen, wandern sie nach Süden, dem Meer zu.
Sie wählen keine Führer, kennen keine Hierarchien; um nicht aufzufallen, werden sie nur kurze Zeit zu Weggefährten.
Motivation und Ziel aber sind bei allen dieselben, und alle brechen Tabus und entdecken neue Freiheitsdimensionen.
Auf Erwachsenenart versuchen Familien und Behörden, die Geschehnisse zunächst zu bagatellisieren und, als dies nicht mehr möglich ist, die Flüchtigen einzufangen. Aber die Helfer sind zahlreich.

»Statt anzuklagen, bildet Christiane Rachefort die verschütteten Sehnsüchte der Eltern in den Kindern ab und benennt als eine Quelle des Generationenkonflikts den Versuch, Kinder auf die eigenen Lebenshaltungen einzuschwören, ohne diese Bemühung durch ein ähnlich großes Interesse für die Weltanschauung der Kinder zu entgelten.« Günter Engelhardt, Deutsche Zeitung

Obdachlosen-Uni Berlin

Das Programm der Obdachlosen-Uni Berlin für Oktober 2019 ist online:

obdachlosen-uni-berlin.de/sites/default/files/programm_obdachlosen-uni_berlin_oktober_2019.pdf

https://www.wz.de/nrw/stadt-duesseldorf-geht-mit-steinen-gegen-obdachlose-vor_aid-46083435

Nachdem Obdachlosigkeit verboten wurde, zogen alle Stadtstreicher in preiswerte Großstadtwohnungen, nahmen gutbezahlte Jobs an und führen seitdem ein geregeltes Leben.

Die #Obdachlosen haben soeben die #Steine vor dem Rathaus in #Duesseldorf abgelegt

Das Geld für Wohnungsbau fliegt …

in den Markt für Neubauten oder in die Aufrüstung?

Wohnen in Gemeinschaften

Nicht für jede Person, aber lernbar:

facebook.com/gemeinwohlwohnen 

oder direkt gemeinwohlwohnen.de

Gemeinwohlwohnen ist ein gemeinnütziger Verein, der sich in München für ein besseres Zusammenleben einsetzt. Wir engagieren uns für die Umsetzung eines selbstverwalteten, inklusiven Wohnprojektes. Wir organisieren interkulturelle, inklusive Veranstaltungen und Workshops. Und wir unterstützen Geflüchtete und Menschen mit Behinderung darin, einen selbstbestimmten Alltag zu erreichen.

www.gemeinwohlwohnen.de

Zusammen mit der Webplattform WOHN:SINN bauen wir ein deutschlandweites Bündnis für inklusives Wohnen auf. In dem Netzwerk bündeln wir unsere Interesse für eine effektive Lobbyarbeit, tauschen Erfahrungen und Wissen aus und unterstützen entstehenden Initiativen dabei eigene inklusive Wohnformen umzusetzen.

Wohnen auf Gegenseitigkeit

Wohnen gegen Hilfe gibt es beim Studentenwerk, kann aber auch für andere zugänglich sein …

Dabei soll für den Quadratmeter Wohnfläche eine Stunde pro Monat im Haushalt an Hilfe für ältere Bewohnende geleistet werden, wie Einkauf, Fenster putzen etc.

ashaninka 2019

Dann gibt es noch wohnen in der Kaserne für junge Leute, da sind noch 100.000 Plätze frei, so viele Wohnungslose hätten wir grade, aber nicht mehr im richtigen Alter:

Startschuss für Europas teuerstes Waffenprogramm aller Zeiten

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre französische Amtskollegin Florence Parly dürften bei der diesjährigen Tagung des globalen Militär-Industrie-Komplexes im Bayerischen Hof, auch Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) genannt, groß rauskommen.

Die Ministerinnen hatten eine Woche vor dem Treffen von Kalten Kriegern, Militärschädeln, Fabrikanten des Todes und Waffenlobbyisten das „Kampfflugzeugsystem der Zukunft“ (Future Combat Air System) FCAS) auf den Weg gebracht. Das wird ihre militärpolitische Position im Kreis der Aufrüster stärken.

Mit einem ersten Scheck von 65 Millionen Euro an die federführenden Flugzeugkonzerne Airbus Defence und Dassault Aviation finanzieren sie eine Konzeptstudie und die ersten Entwicklungsarbeiten an dem Luftkriegssystem. So billig wird es bei den nächsten Schritten nicht mehr.

Das Future Combat-System wird unseren Kindern schon im Frieden die Zukunft verhageln, denn es wird sauteuer. „Es geht um sehr viel Geld“, schreibt das Handelsblatt (7.11.18). „Ein dreistelliger (!) Milliardenbetrag steht in Aussicht“.

Dreistellig, das sind hundert Milliarden und mehr. Der Spiegel (19.4.18): „Bis zum Bau des ersten Modells rechnen Insider allerdings mit Kosten bis zu 80 Milliarden Euro. Damit wird es das größte gemeinsame Rüstungsprojekt überhaupt“

Damit zerstört der Kriegsjet schon im Frieden ein ganzes Wohnungsbau-Programm. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung fehlen in den 77 deutschen Großstädten 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen, darunter etwa 1,4 Millionen günstige Apartments unter 45 Quadratmetern (Pressemitteilung, 8.4.18).

Ein Sozialbauprogramm für die fehlenden Wohnungen wäre etwa 200 Milliarden Euro teuer und würde die Wohnungsnot in etwa zwei Dekaden weitgehend beseitigen. Kommt hinzu, dass zur Überbrückung der Eurofighter weiterhin – etwa bis 2060 – eingesetzt wird und dadurch zusätzliche zig-Milliarden Euro für neue Bestellschübe und Reparaturen fällig werden.

Weshalb ist das angestrebte Waffensystem so teuer? „Entwickelt werden soll bis 2040 sehr viel mehr als ein Flugzeug, nämlich ein „System der Systeme“, das Satelliten, Drohnenschwärme, gelenkte Raketen, Überwachungs- und Tankflugzeuge sowie Schiffe integriert“ (HandelsBlatt, 7.11.18). Und im Zentrum natürlich das Kampfflugzeug.

Geplant ist, dass Schwärme kleiner Drohnen den Kampfjet unterstützen, sie können bewaffnet (Killerdrohnen) sein, sind mit Kameras und Radargeräten ausgestattet und sollen teilweise von künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Die Drohnenschwärme sollen bereits früher – etwa Mitte des nächsten Jahrzehnts – einsatzbereit sein.

An dem Kampfflugsystem will sich in Kürze auch Spanien beteiligen. Für den bemannten Kampfjet in dem System zeichnet der Rafale-Hersteller Dassault verantwortlich.

Für das Gesamtsystem einschließlich geplanter Drohnenschwärme, Satelliten und Bodeneinrichtungen ist Airbus zuständig.

Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space: „FCAS ist eines der ambitioniertesten europäischen Verteidigungsprogramme dieses Jahrhunderts“ (Europäische Sicherheit & Technik).

Als Triebwerkshersteller wurden der französische Anbieter Safran sowie das deutsche Unternehmen MTU Aero Engines ausgewählt. Im Verlauf von Entwicklung und Bau des Kampffliegers und System werden die beiden Hauptpartner Airbus und Dassault noch enger zusammenrücken und womöglich fusionieren. Airbus ist ohnehin schon mit knapp 10 Prozent bei Dassault beteiligt.

In Europa wird dann gegen den Kampfflugzeug-Giganten nichts mehr gehen. Der rüstungsindustrielle Druck auf die Regierungen wird zunehmen. Bereits jetzt drängen die Franzosen auf gemeinsame Export-vorschriften und Lockerung der deutschen Bestimmungen, damit etwaige spätere Ausfuhren des Luftkampfsystems nicht einseitig von Deutschland blockiert werden können.

Budenschleuder und Mieten-Wahn

Volksbegehren

Nach dem Erfolg der Artenschutz-Kampagne wollen die Mieter nachlegen, aber ob sie den Eifer der jungen Leute erreichen?

„Uns glangt’s! Mieten-Stopp in Bayern!“

Startschuss für Volksbegehren „Uns glangt’s! Mieten-Stopp in Bayern!“

mieterverein-muenchen.de/startschuss-fuer-volksbegehren-uns-glangts-mieten-stopp-in-bayern/

Budenschleuder-Newsletter:

budenschleuder.de/faqs.html

Täglich mehr Abonnenten

Denn dafür sind es einfach zu viele: Rund 25.000 Mitglieder hat das E-Mail-Netzwerk Budenschleuder mittlerweile. Hier suchen Paare nach ihrer ersten eigenen Wohnung, Studenten nach einem Mitbewohner und Geschäftsleute nach einer Zwischenmiete.

Bei Senioren einziehen

Öffnet euren Geist für neue Wohnformen und zieht in eine WG mit Senioren. Natürlich ist das nichts für jeden, aber bis auf den Verzicht auf Trinkorgien am Küchentisch und Afterhour im Wohnzimmer hat es auf jeden Fall viele Vorzüge. Je nach Deal wohnt ihr umsonst oder günstiger gegen Hilfe, werdet im besten Fall noch täglich bekocht und profitiert von ganz viel Lebenserfahrung. Online gibt es einige Portale, wie Mitwohnen.org oder Wohnen für Hilfe.

… ist die sympathische Idee bei muenchen.mitvergnuegen.com/2017/11-tipps-wohnungssuche

Insolvenz: Schuldenfrei werden

Manche unglücklichen Umstände lassen uns in Schulden geraten, von denen wir grade noch angenommen hatten, sie abzahlen zu können: Baustellen, Bestellungen, Finanzamt, Justiz … und jede Stelle kann noch was drauf legen …

Davon leben Anwälte, Inkasso-Büros und die Mafia, und sie leben gut dabei!

Die Auswege dagegen sind kleine Nadelöhre, enge Stellen mit viel Arbeit an der Vergangenheit.

Die Liste der Gläubiger

ist der Anfang, und sie sollte wirklich vollständig sein, damit nicht ein offener Posten übrig bleibt: Wer hat noch offene Forderungen an mich?

Eine Schufa-Auskunft und eine Anfrage an die Gerichtsvollzieher meiner früheren Wohnorte schafft Klarheit, ein Musterschreiben kannst du dir hier wünschen: Fritz.Letsch@daa.de

Auch bei der Justiz kann – mit Aktenzeichen – nachgefragt werden, ob noch etwas offen ist, doch sind Strafen und Bußgelder in der Insolvenz nicht enthalten, sie bleiben. Das wären noch lohnende Abzahlungen …

Dann folgt eine außergerichtliche Einigung

durch eine Schuldnerberatung, in unserem Falle durch das ganz hervorragende H-Team, ein Angebot an alle Gläubiger in der Liste, mit einer Einmal-Zahlung auf die Forderung zu verzichten.

Falls diese nicht von allen angenommen wird, folgt die Eröffnung der Insolvenz, mit einem Insolvenz-Verwalter, der die Korrespondenz übernimmt.

Arbeitsbemühungen und die Bereitschaft zur Lohnpfändung (minimal 1130.- und je nach Einkommen ansteigend sind derzeit Selbstbehalt) schaffen dann in 5-6 Jahren Ruhe und Freiheit:

Die EU hat vorgegeben, dass schon in drei Jahren die Sache gelöst sein sollte, aber die Bundesregierung hat noch drei Jahre Zeit, die Gesetze anzupassen …

Richter kippen rechtswidrige Miet-Obergrenze für Hartz IV und Grundsicherung

Pressemitteilung IGEL-München https://igel-muc.de Wir werden später auch auf https://igel-muc.de über die aktuelle Rechtsprechung des Landessozialgerichtes Bayern zu den Mietobergrenzen berichten. Betroffen war diesmal Hof bei Nürnberg – die neuen Urteile entfalten aber auch Außenwirkung auf die LH München und deren Bestimmung der Mietobergrenzen:
München, 14. November 2018 Wohnst Du noch oder lebst Du schon? [Frei nach IKEA] 1. Neue Urteile des Landessozialgerichtes Bayern zur Mietobergrenze 2. Geschichte der Mietobergrenze München: Blockade und Verschleppung gegen-hartz.de – 5. November 2018 LandesSozialGericht München kippt Obergrenzen für Hartz IV Beziehende in Stadt und Kreis Hof Die Kommunen versuchen mit aller Härte die angemessenen Mietgrenzen für Hartz IV Leistungsberechtigte so tief wie möglich anzusetzen, um den Kostendruck auf die Betroffenen abzuwälzen. Doch das Bayerische Landessozialgericht (LSG) (Az.: L 11 AS 52/16 und L 11 AS 620/16) hat dieser Praxis einen Riegel vorgeschoben. Die Richter entschieden, dass diese Handhabung rechtswidrig ist. Liegen deutlich mehr als die Hälfte aller Hartz-IV-Bezieher einer Kommune bei ihren Mieten über der Grenze, die eine Kommune als „angemessen“ ansieht, darf dies nicht ohne Folgen bleiben. Die Kommune muss die hohen Mieten in ihrem Konzept über die zu zahlenden angemessenen Unterkunftskosten berücksichtigen, entschied das Bayerische Landessozialgericht (LSG) (Az.: L 11 AS 52/16 und L 11 AS 620/16). Die Münchener Richter rügten, dass Stadt und Landkreis Hof die zu übernehmenden Unterkunftskosten viel zu niedrig angesetzt haben und damit das menschenwürdige Existenzminimum der Hilfebedürftigen gefährdet wird. […] Quelle: https://www.gegen-hartz.de/urteile/mietgrenzen-kippten-obergrenze-hartz-iv-140237-2 ——————————————————————————- Aktuelle Urteile Bayerisches Landessozialgericht: L 11 AS 52/16: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=199780 L 11 AS 620/16: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=199781
Königlicher Platz mit Mohnblumen
2. Blockade & Verschleppung Geschichte der Mietobergrenzen der Landeshauptstadt München Zum damaligen Sozialgerichtsverfahren, das letztlich 2014 nach fünf Jahren Arbeit endlich zu einer jährlichen Anpassung der Münchner Mietobergrenzen im Stadtrat geführt hat, hatten wir schon am 1. März 2014 berichtet: http://igel-muc.de/rssshow.php?guid=20140301 Das Bayerische LSG schloss sich bereits in seinem Urteil vom 11.07.2012 der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes aus dem Jahr 2009 an, in dem die komplexen statistischen Verfahren und Regularien zur Ermittlung der Mietobergrenzen erläutert wurden: Bayerisches LSG, Urteil vom 11.07.2012, Az: L 16 AS 127/10 https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=155401 Bundessozialgericht, Urteil vom 19.02.2009, Az: B 4 AS 30/08 R https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=89866 Am 12. Juli 2012 berichtete auch Sven Loerzer über das Urteil in der Süddeutschen Zeitung, mit dem wir am Tag der Urteilsverkündung vor dem Verhandlungssaal sprechen durften: Wie Hartz-IV-Empfänger wohnen dürfen https://www.sueddeutsche.de/muenchen/gerichtsentscheidung-in-muenchen-wie-hartz-iv-empfaenger-wohnen-duerfen-1.1410309 Obgleich die Vertreter des öffentlichen Interesses, also der Rechtsstelle des Jobcenters München [SGG], die unter Fachaufsicht der Bundesagentur für Arbeit und eben nicht unter der Fachaufsicht des Sozialreferates der LH München steht, genau wußten, dass eine sogenannte Zulassungs-beschwerde gegen die Entscheidung des Bayerischen Landessozialgerichtes, eine Revision nicht zuzulassen, keinerlei Aussicht auf Erfolg haben werde, wurde das Verfahren auf diese Weise (leider rechtmäßig, aber winkel-advokatisch) um mehr als ein weiteres Jahr verschleppt, um die Miet-obergrenzen so spät wie nur irgend möglich an den realen Münchner Wohnungsmarkt anpassen zu müssen. Rudolf Stummvoll als Vorkämpfer der Blockadepolitik gegen die Anpassung der Mietobergrenzen an reale Münchner Mieten Erst am 10. September 2013, also 14 Monate später, wurde die damalige Entscheidung des LSG Bayern demnach rechtskräftig. Trotzdem verzögerte in der Folge diesmal das Münchner Wohnungsamt in Gestalt seines Leiters Rudolf Stummvoll jede Anfrage und Abstimmung mit parteiexternen Stadratsmitgliedern, sodass es erst des Antrages der damaligen Stadträtin Dagmar Henn vom 5. Februar 2014 im Sozialausschuss des Stadtrates bedurfte, um über die damalige Sozialreferentin und berufsm. Stadträtin Brigitte Maier den Leiter des Wohnungsamtes zur Aufgabe seiner verwaltungspolitischen Blockade zu bewegen und am 17. Juli 2014, endlich, mehr als fünf Jahre nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes, die erstmalige Anpassung der Mietobergrenzen zu beschließen: Königlicher Platz mit Mohnblumen Antrag von Dagmar Henn vom 5. Februar 2014: Mietobergrenzen an die Wirklichkeit anpassen! https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/3239949.pdf Beschlusseentwurf/Referentenvorlage vom 17. Juli 2014 Vorlagen-Nr.: 14-20 / V 00024: https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/3343108.pdf Zur nachträglichen Ehrenrettung der Sozialreferentin Brigitte Maier sei angemerkt, dass sie sich im Schatten des Verfahrens, am 25. März 2013 zwar rechtlich betrachtet naiv, aber dennoch politisch blauäugig beim Bundesministerium für Arbeit & Soziales um eine „Ausnahmegenehmigung“ für die LH München einsetzte, den seit der Hartz-IV Reform 2005 bundesweit geltenden § 22 SGB II so anzuwenden, wie er vor der Gesetzesreform im Bundessozialhilfegesetz geregelt war. Demnach wurden damals die Mietobergrenze übersteigende Mieten durch die Sozialbehörden zwar moniert, den Leistungsberechtigten Arbeitslosengeld- und Sozialhilfe-Empfänger_innen aber bei Unzumutbarkeit eines Umzuges dennoch die gesamte (zu teure Miete) beglichen: Schreiben der Soziareferentin vom 25.03.2014 https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/3292806.pdf Der Stadtrat der LH München hat seit 2014 jährlich die Mietobergrenzen nach den Regularien, die das Bundessozialgericht bereits 2009 vorgegeben hatte, genau zu ermitteln und anzupassen. Es bleibt zu hoffen, dass der StR künftig wenigstens im Sozialausschuss und im Rechnungsausschuss den gegenüber der Soziareferentin und berufsm. Stadträtin Dorothee Schiwy weisungsgebundenen Leiter des Münchner Wohnungsamtes Rudolf Stummvoll [B90/Die Grünen) insbesondere bei der Ermittlung der Mietobergrenzen, aber auch bei der Unterbringung Wohnungloser und den damit verbundenen überhöhten und bereits den Tatbestand des Wuchers erfüllenden Aufwendungen an Unterkunftsbetreiber der Privatwirtschaft genau kontrolliert. IGEL München, 14. November 2018 https://igel-muc.de